Wer aus einer Tabellenkalkulation zu Bitrix24 (Alaio) gewechselt ist, stellt in der ersten Woche dieselbe Frage: Wo tippe ich die Formel ein? Die Auftragskarte zeigt Budget und Kosten — und die Marge, die Zahl, nach der der Manager tatsächlich entscheidet, muss in irgendeinem Kopf gerechnet werden. Die Plattform hat kein natives Formelfeld, doch die Lücke lässt sich schließen: Ein Market-Feldtyp berechnet und zeigt Werte live in der Karte, und für gespeicherte Ergebnisse übernimmt eine Workflow-Berechnung die Arithmetik. Dieser Leitfaden behandelt beides — und wann welches Werkzeug das richtige ist.

Hat Bitrix24 ein natives Formelfeld?

Nein. Benutzerdefinierte Felder der Standardtypen — String, Zahl, Datum, Liste, Geld — speichern, was eingegeben wurde, und nicht mehr; keiner leitet seinen Wert aus anderen Feldern ab. Produkte im Auftrag summieren sich zu Gesamtbeträgen, aber das ist fest verdrahtete Plattformlogik, keine Formel unter Ihrer Kontrolle. Workflows können Werte berechnen und schreiben (dazu unten mehr), doch das Ergebnis ist ein Schnappschuss, der sich nur beim Prozesslauf aktualisiert — keine Zelle, die in dem Moment neu rechnet, in dem sich ein Quellfeld ändert.

Wie ergänzt man ein Formelfeld aus dem Bitrix24 Market?

Apps können über die REST-API zusätzliche Feldtypen auf dem Portal registrieren; installierte Typen erscheinen dann in den normalen Einstellungen für benutzerdefinierte Felder neben den Standardtypen. Das Formelfeld von Roboteka ist genau das: an Auftrag, Kontakt, Unternehmen oder Lead anbinden, in den Einstellungen einen Ausdruck über die anderen Felder des Datensatzes schreiben — und die Karte rendert den berechneten Wert live. Es kommt in derselben kostenlosen App wie der Roboter-Katalog — alle verfügbaren Typen stehen im Feldtypen-Katalog, und die größere Mechanik von Feldtypen aus Drittanbieter-Apps behandelt der Leitfaden zu Feldtypen.

Welche Formeln lohnen sich in der Karte?

Die, die ein Manager heute im Moment der Entscheidung überschlägt. Marge und Aufschlag: Budget minus Kosten, als Betrag und als Prozentsatz. Provision: der Anteil des Managers in der aktuellen Phase. Gewichteter Score: Wahrscheinlichkeit mal Budget — macht aus einer Pipeline eine ehrliche Prognose. Verhältnis zum Plan: wie viel des Quartalsziels dieser Auftrag abdeckt. Neben dem Formelfeld schließen verwandte Anzeigetypen benachbarte Lücken — ein Countdown bis zu einem Datum für Deadlines, vergangene Tage seit der letzten Aktivität, ein Fortschrittsbalken für Checklisten-Vollständigkeit — jedes eine Zahl, für die man vorher woanders nachschauen musste.

Formelfeld oder Workflow-Berechnung?

Ergänzend, nicht konkurrierend. Ein Formelfeld ist Anzeigelogik: immer aktuell, beim Betrachten neu berechnet, aber nicht gespeichert — Filter, Berichte und andere Automatisierung können nicht darauf zugreifen. Eine Workflow-Berechnung — etwa Prozent von einer Zahl, das den Margenprozentsatz in ein normales Zahlenfeld schreibt — erzeugt einen gespeicherten Wert für Filter, Berichte und weitere Regeln, um den Preis, dass er sich nur beim Prozesslauf aktualisiert. Die praktische Aufteilung: Formelfeld für das, was Menschen in der Karte lesen, Workflow-Berechnung für das, was Maschinen weiterverarbeiten; die schwereren Muster dafür stehen im Berechnungs-Leitfaden.

Wie geht es weiter?

Beginnen Sie mit dem einen Feld, das das Vertriebsteam bei jedem Anruf im Kopf ausrechnet — meist gewinnt die Marge — und legen Sie es als Formel in die Karte; die Akzeptanz kommt sofort, denn niemand verteidigt Kopfrechnen. Der Feldtypen-Katalog zeigt, was sonst noch in einer Karte leben kann, und der Leitfaden zu CRM-Feldern behandelt, wie die Karte selbst beim Hinzufügen weiterer Felder schlank bleibt.