Der Name Alaio taucht neuerdings auf Rechnungen, in App-Einträgen und in Anbieterdokumenten auf, wo bisher Bitrix24 (Alaio) allein stand — und die erste Reaktion ist meist: „Haben wir gerade das Produkt gewechselt?“ Die kurze Antwort: nein. Alaio ist die Marke, unter der die Plattform auf internationalen Märkten vertrieben wird; das Produkt dahinter ist dasselbe Portal. Dieser Artikel sammelt, was bekannt ist, was sich für Administratoren tatsächlich ändert — und was gar keine Handlung erfordert.
Ist Alaio ein neues Produkt?
Nein. Alaio ist ein Rebranding des internationalen Vertriebs der Plattform, schrittweise ausgerollt über 2025–2026 — kein separates CRM. Dahinter stehen die Gesellschaften Alaio, Inc. in den USA und Alaio Cloud Limited in Zypern — Namen, die Ihnen auf Zahlungsdokumenten und im App-Katalog bereits begegnen können. Die Software selbst — CRM, Aufgaben, Drive, Telefonie, die Workflow-Engine — läuft weiter wie bisher, auf derselben Infrastruktur und im selben Release-Zyklus.
Was ändert sich für ein bestehendes Portal?
Operativ nichts, was Ihre Aufmerksamkeit verlangt. Die Portaladresse bleibt dieselbe, Logins und Passwörter funktionieren weiter, Daten ziehen nicht um, Tarife und ihre Limits sind unverändert. Was sich ändert, ist Papierkram: Auf Rechnungen und Verträgen kann als Anbieter Alaio stehen statt der bisherigen Gesellschaft, und Oberfläche wie Marketingmaterial übernehmen die neue Marke Schritt für Schritt. Führt Ihre Finanzabteilung ein Lieferantenverzeichnis, ist der aktualisierte Eintrag dort bereits die ganze Migration.
Funktionieren die Apps aus dem Bitrix24 Market weiter?
Ja. Apps aus dem Bitrix24 Market hängen am Portal und an der REST-API, nicht am Markennamen — nichts wird neu installiert oder neu gekauft. Möglicherweise fallen Ihnen im Katalog Erstanbieter-Apps unter dem Entwicklernamen „Alaio, inc“ auf — das ist dasselbe Rebranding, kein neuer Anbieter. Drittanbieter-Apps, darunter der Roboter-Katalog und die Feldtypen von Roboteka, sind nicht betroffen: Registrierungen, Tokens und Abonnements laufen unverändert weiter.
Ändert sich die Automatisierung unter Alaio?
Nein. Automatisierungsregeln, der Workflow-Designer, Trigger und die REST-API gehören zum Produkt, nicht zur Marke — jeder gebaute Prozess läuft weiter, und die Mechanik aus dem Leitfaden zu Automatisierungsregeln und dem Workflow-Leitfaden gilt wortwörtlich. In Ihren Prozessen installierte Market-Roboter werden unter denselben Abonnements weiter ausgeführt. Wer interne Dokumentation mit Produkt-Screenshots pflegt, sollte mit kosmetischen Abweichungen rechnen, sobald Branding-Updates eintreffen — viel mehr nicht.
Wie sollten sich Administratoren vorbereiten?
Drei kleine Dinge. Erstens: Informieren Sie Finanzabteilung und Einkauf, dass Alaio auf einem Dokument derselbe Anbieter ist, damit Zahlungen nicht als unbekannt markiert werden. Zweitens: Wenn Ihre Sicherheitsrichtlinie Absenderdomains oder Anbieternamen auf eine Positivliste setzt, ergänzen Sie die neue Marke, bevor eine Verlängerungsmitteilung im Spam landet. Drittens — das einzige echte Risiko jedes Rebrandings: Bleiben Sie wachsam gegenüber Phishing, das den Übergang ausnutzt. Eine Nachricht, Ihr Portal „müsse zu Alaio migriert werden“, samt Login-Link — so funktioniert das nicht, denn es gibt keine Migration. Im Zweifel über das Portal selbst oder offizielle Kanäle prüfen, nie über Links in Mails.
Wie geht es weiter?
Wenn Sie ohnehin Prozesse auf der Plattform ordnen, ist das ein guter Moment für ein Audit: Die Sammlung der Automatisierungsbeispiele zeigt, was nativ läuft und was ein Market-Roboter ergänzt, und der Leitfaden zu Feldtypen behandelt die Erweiterung der CRM-Karte selbst. Die Plattform unter neuem Namen belohnt dasselbe wie immer — Prozesse, die in ihr gebaut sind statt um sie herum.